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Ein Sanatorium mit Badehaus, vor fast hundert Jahren erbaut, das ein Königreich und den Sozialismus überlebte, wurde 2020 aufgegeben.

Symmetrische Fassade des verlassenen Sanatoriums von 1932 mit Mansarddach und Eck-Belvedere-Loggia

Das Badehaus

2. Wir kommen durch eine vom Alter und von der Feuchtigkeit verzogene Tür hinein. Wir sind im Badehaus.

Langer Korridor des Badehauses mit Türreihen zu den Badekabinen des Sanatoriums

3. Vor dem Bad besuchte die ins Sanatorium angereiste Oma das Arztzimmer, wo man ihr den Blutdruck maß, sich ihre Beschwerden anhörte und ihr sagte, wie viele Minuten im heißen Schwefelwasserstoffbad ihr heute erlaubt waren.

Arztzimmer in der Wannenbadabteilung, in dem den Kurgästen die Badezeit verordnet wurde

4. Die Oma wählte eine Kabine, drehte die Hähne auf und ließ sich in die Wanne hinab.

Badekabine mit Wanne und alten Hähnen für heißes schwefelwasserstoffhaltiges Thermalwasser im Sanatorium

5. Mit etwas Glück bekam man ein monumentales, mit Fliesen verkleidetes Badebecken.

Monumentales, mit Fliesen verkleidetes Badebecken, in den Boden einer Kabine des Sanatoriums eingelassen

6. Oder sogar eine altertümliche Keramikwanne. Sie hat sich hier offenbar seit der Gründung des Sanatoriums erhalten.

Alte Keramikwanne aus den 1930er Jahren, die noch immer in einer Behandlungskabine steht

7. Auf dem Boden der Wanne.

Boden einer alten Wanne, überzogen von mineralischen Ablagerungen des Thermalwassers

8. Die Kabinen haben sich hübsch mit Moder und Rinnspuren überzogen.

Abblätternde Wände einer Badekabine mit Rinnspuren von Feuchtigkeit und Thermaldampf

9. Am Ende des Gebäudes stehen die Behälter für den Bedarf des Sanatoriums, sie wurden mit heißem Wasser aus der Bohrung gefüllt. Das Dach hielt nicht stand und stürzte ein.

Heißwasserbehälter des Sanatoriums unter einem eingestürzten Dach, das offen zum Himmel liegt

10. Neue billige Plastiktüren stehen neben den alten, wahrscheinlich den originalen.

Billige Plastiktür neben einer originalen Holztür im Korridor des Badehauses

11. Das königliche Bad. Der ganze Raum ist mit schönen Fliesen verkleidet.

Königliches Bad: eine Kabine, ganz mit Musterfliesen ausgelegt, rund um ein großes Badebecken

12. Selbst die Rohre sind hier in der Wand versteckt und laufen nicht hässlich an ihr entlang.

Geflieste Wand des königlichen Bades mit im Mauerwerk verborgener Wasserleitung

13. Insgesamt gibt es hier etwa 30 oder 40 Kabinen.

Reihe nummerierter Badekabinen entlang des Korridors der Wannenbadabteilung im Sanatorium

14. Es gibt auch Doppelkabinen.

Doppelkabine mit zwei Wannen nebeneinander, um die Kur zu zweit zu nehmen

15. Man konnte zu zweit einweichen.

Zwei benachbarte Badebecken in einer gemeinsamen Kabine, Fliesen gerissen und vom Mineralwasser verfärbt

16. Spiele mit dem Licht.

Tageslicht aus einem kleinen Fenster, das auf eine verfallene Badekabine fällt

17. Der Stuhl des Badewärters am Ausgang.

Einzelner Stuhl des Badewärters, zurückgelassen am Ausgang der Wannenbadabteilung des Sanatoriums

18. Die Stimmen in meinem Kopf erinnern mich daran, dass man sich vor den Sumpfmonstern hüten sollte. Punkte für den, der es erkennt.

Von trübem Wasser überfluteter Raum des Badehauses, dessen Boden zu stehendem Wasser wurde

Die Zimmer

19. Wir betreten den Hauptbau des Sanatoriums. Eine fast symmetrische, geschwungene Treppe.

Geschwungene Treppe im Hauptbau des Sanatoriums mit einer alten schmiedeeisernen Balustrade

20. Das Zimmer der Schwesternstation.

Zimmer der Schwesternstation im Sanatorium mit Schränkchen und zurückgelassenem medizinischem Mobiliar

21. Im Schränkchen hat sich ein einzigartiges Artefakt erhalten: ein Thermometer aus Nordkorea!

Thermometer aus Nordkorea, zurückgeblieben im Schränkchen der Schwesternstation des verlassenen Sanatoriums

22. Die Haupthalle.

Haupthalle des verlassenen Sanatoriums mit hohen Fenstern und leeren Möbeln der Rezeption

23. Wir kommen in das erste Zimmer und sehen sofort den Grund für die Schließung des Hotels: Es hat Covid nicht überlebt. Auf dem Tisch liegt eine Packung medizinischer Masken von 2020.

Leere Packung medizinischer Masken von 2020 auf einem Tisch im Hotelzimmer des Sanatoriums

24. Innerhalb von sechs Jahren hat das Hotel angefangen zu vermodern.

Hotelzimmer des Sanatoriums mit von Feuchtigkeit aufgeworfenen Wänden und durchhängender Decke

25. Mir fällt ein gravierender Nachteil auf: Die Zimmer haben kein Bad. Außer Möbeln ist nichts darin.

Zimmer des Sanatoriums mit Betten und Kleiderschrank, aber ohne eigenes Badezimmer

26. Die Toilette ist für die ganze Etage gemeinsam. Zur Zeit der Eröffnung war das natürlich akzeptabel, in unserer Zeit aber ein wesentlicher Nachteil, durch den dieses Hotel gegenüber der Konkurrenz den Kürzeren zog.

Gemeinschaftsbad für eine ganze Etage des Sanatoriums mit gerissenen Fliesen und alten Armaturen

27. Sehr bescheidene alte Interieurs. Das Hotel arbeitete bis zum Ende ohne jede Modernisierung.

Bescheidenes Hotelzimmer mit Möbeln aus sozialistischer Zeit, das vor der Schließung nie renoviert wurde

28. Der Fernseher — die einzige Unterhaltung im Zimmer.

Alter Fernseher auf einem Gestell, die einzige Unterhaltung in einem Zimmer des Sanatoriums

29. Im letzten Zimmer ist ein Lager für Decken und Bettwäsche.

Zimmer, das als Lager für Decken und Bettwäsche des geschlossenen Sanatoriums dient

30. Ein Stapel Decken.

Ordentlicher Stapel gefalteter Decken, der seit der Schließung des Hotels Staub ansammelt

31. Wir gehen über die schöne Treppe nach oben.

Weit geschwungene Treppe des Hauptbaus, die in die oberen Etagen des Sanatoriums führt

32. Eine hundertjährige schmiedeeiserne Balustrade.

Hundertjährige schmiedeeiserne Balustrade der Treppe im Sanatorium mit abblätternder alter Farbe

33. Ein Tisch mit Omas Tischdecke.

Kleiner Tisch mit altmodischer Spitzendecke in einem Zimmer des verlassenen Sanatoriums

34. Weitere Zimmer.

Noch ein Zweibettzimmer des Sanatoriums mit gemachten Betten unter abgeplatztem Putz

35. Es gibt sogar Zimmer für drei Personen.

Zimmer für drei Personen mit Betten an den Wänden im verlassenen Kursanatorium

36. Wir gehen in den dritten Stock hinauf.

Treppenabsatz im dritten Stock des Sanatoriums mit Licht aus einem hohen Fenster

37. Zerrissene Gardinen.

Zerrissene Gardinen im Fenster eines Zimmers in der oberen Etage des Sanatoriums

38. In der obersten Etage sind die Zimmer so weit zerfallen, wie es nur geht.

Zimmer im Obergeschoss mit eingestürzter Decke und Putz auf Betten und Boden

39. Ein Doppelbett zweifelhafter Qualität, zusammengeschoben aus zwei Einzelbetten.

Zwei Einzelbetten zusammengeschoben als Ersatz für ein Doppelbett in einem Zimmer des Sanatoriums

40. Wir stapfen knirschend über den Putz.

Boden eines oberen Zimmers, bedeckt von herabgestürztem Putz der Decke

41. Die Decken liegen so seit dem Tag der Schließung.

Auf einem Bett gefaltete Decken, genau so zurückgelassen wie am letzten Arbeitstag

42. Die Einzelzimmer erinnern mehr an eine Gefängniszelle.

Schmales Einzelzimmer mit einem Bett und nackten Wänden, eher Zelle als Hotelzimmer

43. Hier zu wohnen war sehr traurig.

Trostloses Einzelzimmer des Sanatoriums mit einem leeren Bettgestell direkt am Fenster

44. Man kann auf den Balkon eines der Zimmer hinaustreten.

Balkon eines Zimmers im Sanatorium mit Blick über das verwilderte Gelände

45. Früher hatte der Balkon ein Türmchendach, doch aus irgendeinem Grund verschwand es schon in der kommunistischen Zeit.

Eckbalkon des Hauptgebäudes, der sein Türmchendach schon in der kommunistischen Zeit verlor

46. Ein Blick auf die Fassade.

Blick entlang der Fassade des Sanatoriums von einem Balkon der oberen Etage

47. Gehen wir nach draußen und spazieren über das Gelände.

Korridor des Sanatoriums, der auf das Tageslicht des Ausgangs zuläuft

48. Eine ausgezeichnete Treppe.

Windung der Sanatoriumstreppe, von unten durch drei Etagen hinauf aufgenommen

Das Gelände

49. Die Rückseite der Fassade.

Hintere Fassade des Sanatoriums mit Mansarddach und langen Reihen geschlossener Fenster

50. Ein Fenster mit altem Ziergitter.

Fenster im Erdgeschoss des Sanatoriums hinter einem verzierten alten Schmiedeeisengitter

51. Eine Wirtschaftsbaracke, umgebaut zu Gästezimmern.

Eingeschossige Baracke auf dem Gelände des Sanatoriums, zu Gästezimmern umgebaut

52. Vor jedem Zimmer eine Bank.

Bänke, die im Gras vor jeder Tür der Baracke stehen

53. Von der anderen Seite.

Baracke mit Gästezimmern von der anderen Seite, überwachsen von Gras und Gebüsch

54. Die Perspektive entlang der Baracke.

Lange Perspektive entlang der Barackenwand mit Türen und Bänken, die im Grün verschwinden

55. Um die Gebäude herum ist ein gemütlicher Park mit Bäumen, Bänken und einem Springbrunnen angelegt. Weil das Gelände verlassen ist, hält die Pflanzen nichts zurück. So kommt es, dass die Bänke im Gras versinken.

Parkbänke des Sanatoriums, die zwischen alten Bäumen im hohen Gras versinken

56. Der Springbrunnen.

Trockener Springbrunnen inmitten des verwilderten Parks beim verlassenen Sanatorium in Albanien

57. Schauen wir uns die Fassade an.

Hauptfassade des Sanatoriums vom Park aus, Symmetrie und Mansarddach noch erhalten

Zeit, die Erkundung des verlassenen Sanatoriums zu beenden.

Bis zum nächsten Mal!