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Ein Sanatorium mit Badehaus, vor fast hundert Jahren erbaut, das ein Königreich und den Sozialismus überlebte, wurde 2020 aufgegeben.

Das Badehaus
2. Wir kommen durch eine vom Alter und von der Feuchtigkeit verzogene Tür hinein. Wir sind im Badehaus.

3. Vor dem Bad besuchte die ins Sanatorium angereiste Oma das Arztzimmer, wo man ihr den Blutdruck maß, sich ihre Beschwerden anhörte und ihr sagte, wie viele Minuten im heißen Schwefelwasserstoffbad ihr heute erlaubt waren.

4. Die Oma wählte eine Kabine, drehte die Hähne auf und ließ sich in die Wanne hinab.

5. Mit etwas Glück bekam man ein monumentales, mit Fliesen verkleidetes Badebecken.

6. Oder sogar eine altertümliche Keramikwanne. Sie hat sich hier offenbar seit der Gründung des Sanatoriums erhalten.

7. Auf dem Boden der Wanne.

8. Die Kabinen haben sich hübsch mit Moder und Rinnspuren überzogen.

9. Am Ende des Gebäudes stehen die Behälter für den Bedarf des Sanatoriums, sie wurden mit heißem Wasser aus der Bohrung gefüllt. Das Dach hielt nicht stand und stürzte ein.

10. Neue billige Plastiktüren stehen neben den alten, wahrscheinlich den originalen.

11. Das königliche Bad. Der ganze Raum ist mit schönen Fliesen verkleidet.

12. Selbst die Rohre sind hier in der Wand versteckt und laufen nicht hässlich an ihr entlang.

13. Insgesamt gibt es hier etwa 30 oder 40 Kabinen.

14. Es gibt auch Doppelkabinen.

15. Man konnte zu zweit einweichen.

16. Spiele mit dem Licht.

17. Der Stuhl des Badewärters am Ausgang.

18. Die Stimmen in meinem Kopf erinnern mich daran, dass man sich vor den Sumpfmonstern hüten sollte. Punkte für den, der es erkennt.

Die Zimmer
19. Wir betreten den Hauptbau des Sanatoriums. Eine fast symmetrische, geschwungene Treppe.

20. Das Zimmer der Schwesternstation.

21. Im Schränkchen hat sich ein einzigartiges Artefakt erhalten: ein Thermometer aus Nordkorea!

22. Die Haupthalle.

23. Wir kommen in das erste Zimmer und sehen sofort den Grund für die Schließung des Hotels: Es hat Covid nicht überlebt. Auf dem Tisch liegt eine Packung medizinischer Masken von 2020.

24. Innerhalb von sechs Jahren hat das Hotel angefangen zu vermodern.

25. Mir fällt ein gravierender Nachteil auf: Die Zimmer haben kein Bad. Außer Möbeln ist nichts darin.

26. Die Toilette ist für die ganze Etage gemeinsam. Zur Zeit der Eröffnung war das natürlich akzeptabel, in unserer Zeit aber ein wesentlicher Nachteil, durch den dieses Hotel gegenüber der Konkurrenz den Kürzeren zog.

27. Sehr bescheidene alte Interieurs. Das Hotel arbeitete bis zum Ende ohne jede Modernisierung.

28. Der Fernseher — die einzige Unterhaltung im Zimmer.

29. Im letzten Zimmer ist ein Lager für Decken und Bettwäsche.

30. Ein Stapel Decken.

31. Wir gehen über die schöne Treppe nach oben.

32. Eine hundertjährige schmiedeeiserne Balustrade.

33. Ein Tisch mit Omas Tischdecke.

34. Weitere Zimmer.

35. Es gibt sogar Zimmer für drei Personen.

36. Wir gehen in den dritten Stock hinauf.

37. Zerrissene Gardinen.

38. In der obersten Etage sind die Zimmer so weit zerfallen, wie es nur geht.

39. Ein Doppelbett zweifelhafter Qualität, zusammengeschoben aus zwei Einzelbetten.

40. Wir stapfen knirschend über den Putz.

41. Die Decken liegen so seit dem Tag der Schließung.

42. Die Einzelzimmer erinnern mehr an eine Gefängniszelle.

43. Hier zu wohnen war sehr traurig.

44. Man kann auf den Balkon eines der Zimmer hinaustreten.

45. Früher hatte der Balkon ein Türmchendach, doch aus irgendeinem Grund verschwand es schon in der kommunistischen Zeit.

46. Ein Blick auf die Fassade.

47. Gehen wir nach draußen und spazieren über das Gelände.

48. Eine ausgezeichnete Treppe.

Das Gelände
49. Die Rückseite der Fassade.

50. Ein Fenster mit altem Ziergitter.

51. Eine Wirtschaftsbaracke, umgebaut zu Gästezimmern.

52. Vor jedem Zimmer eine Bank.

53. Von der anderen Seite.

54. Die Perspektive entlang der Baracke.

55. Um die Gebäude herum ist ein gemütlicher Park mit Bäumen, Bänken und einem Springbrunnen angelegt. Weil das Gelände verlassen ist, hält die Pflanzen nichts zurück. So kommt es, dass die Bänke im Gras versinken.

56. Der Springbrunnen.

57. Schauen wir uns die Fassade an.

Zeit, die Erkundung des verlassenen Sanatoriums zu beenden.
Bis zum nächsten Mal!