Kommandobunker des Kreises Kruja
Beschreibung
Ein ehemaliger Kommandobunker des Kreises Kruja, in den Fels gehauen. Er war vermutlich bis weit in die 2000er Jahre in Betrieb.
Zwei Eingänge mit schweren Betonschutztüren führen in zwei parallele Stollen, die durch einen senkrechten Querschlag verbunden sind. Im Inneren befinden sich weiß gestrichene Korridore, Toiletten, Vorräume und ein Dekontaminationsdurchgang mit leichteren Schutztüren sowie einige Dutzend kleine Büros — der Größe nach stechen nur die Kantine und das Büro des Kommandeurs hervor. Keine einzige hölzerne Innentür ist erhalten geblieben; sie wurden höchstwahrscheinlich als Brennholz abgetragen. Die Belüftungsräume sind verschwunden, ebenso die gesamte Verkabelung — nur die Rohre blieben zurück. Nahezu unversehrt blieb die Telefonvermittlung erhalten, und in einem der Räume liegt ein Stapel roher kommunistischer Literatur aus der Bunkerbibliothek genau dort, wo man sie zurückgelassen hatte. In mehreren weiteren Räumen finden sich allerlei Gerümpel: Kfz- oder Motorradteile, Schuhwerk, Schaumstoffreste und rätselhafte lange kantige Holzkisten.
Ein Eingang ist als Scheune getarnt und mit einem einfachen Riegel gesichert. Der andere ist mit einer Betonkappe abgedeckt, und die Tür ist durch aufgeschüttetes Erdreich blockiert. Am versperrten Eingang haben sich dichte Spinnweben und ein eindrucksvolles Geflecht von Baumwurzeln angesammelt, das die Wände überzieht. Trotz der äußerlichen Feuchtigkeit und eines Wasserfalls, der außen an der Abdichtungshülle herunterläuft, ist der Bunker nahezu vollständig trocken und wirkt innen überraschend frisch. Lediglich der Bereich beim versperrten Eingang zeigt Anzeichen von Überflutung.
Der Bunker ist unbewacht, liegt jedoch in einem Wohngebiet in unmittelbarer Nähe von Privathäusern.


