Kommandobunker des Tirana-Bezirks
Beschreibung
Zwei unterirdische Anlagen, die einst als Kommandoposten der Stadt Tirana dienten und die Stadtverwaltung sowie den Zivilschutzstab beherbergten. Eine ist älter — tiefer in der Schlucht gelegen — die andere jünger und näher an der Stadt.
Bis Anfang der 2010er Jahre war das Gelände noch vergleichsweise in Betrieb und wurde von Militärwachen bewacht. Später wurde die Besatzung aufgelöst, die Anlagen blieben offen stehen, und alles Verwertbare aus Metall wurde gestohlen. Da die Bauten in einer Senke zwischen Hügeln liegen, dringen bei Regen Erde und Lehm ins Innere. Am stärksten betroffen ist das ältere Gebäude: Einer der Eingänge ist von der Straße kaum zu erkennen, und drinnen liegt das ganze Jahr über Schlamm auf dem Boden. Die Wassermarken an den Wänden zeigen, dass das Objekt stellenweise bis zu einem Meter überflutet wird. Im älteren Gebäude sind noch verrottende Holztüren erhalten, auf denen hier und dort Aufschriften wie „Präfekt“, „Abteilung“ und Ähnliches noch lesbar sind. Im neueren Objekt gibt es überhaupt keine Türen mehr — sie bestanden aus Beton mit Eisengitter und sind längst verschwunden. Dennoch wirkt es deutlich besser erhalten. Die Wände sind gestrichen, und vereinzelt finden sich Parolen über die Verteidigung des Vaterlandes. Kommunistische Parolen wurden mit Kalk überstrichen, schimmern aber hindurch. Neben dem neueren Objekt befindet sich ein kleiner Tunnel, der einst einen Generator beherbergen sollte — der Generator selbst ist natürlich längst weg. Seine Wände sind dafür recht hübsch mit Blümchen bemalt.