Kupferbergwerk L-UR
Beschreibung
Die obere (technische) Sohle des Kupferbergwerks besteht aus mehreren miteinander verbundenen Blindstollen und zwei abgesoffenen Schächten. Die Portale sind aus Beton, in den Versatzmassen wurden Löcher durchgebrochen. Die begehbare Länge der Grubenbaue beträgt einige hundert Meter. Im Inneren haben die Betonschale des Gewölbes sowie ein interessanter Abschnitt eines eisernen Grubenausbaus aus gebogenen Doppel-T-Trägern überdauert. An dieser Stelle sickern Kupfersolen aus den Wänden und bilden charakteristische azurblaue Mineralkrusten. In den Schächten ist Eisenwerk erhalten geblieben — eine seltene Gelegenheit, den großzügigen Metallverbrauch der Albaner im Untertagebau zu bestaunen. Das Bergwerk verfügt außerdem über einen gebogenen Entwässerungsstollen, der Bergwasser an den Halden vorbei ableitet, sowie Überreste einiger Brecher und Förderbänder (diese stammen wahrscheinlich eher aus der Kiesgewinnung aus dem Fluss als aus dem Bergwerk selbst).
Vor dem Bergwerk sind Halden und Gebäuderuinen erhalten, teilweise sogar mit Metallteilen. Die Schachtköpfe sind mit Beton verschlossen.
Für einen eigenwilligen Wachdienst sorgen ein bissiger Hund an der Kette und ein Typ, der im ehemaligen Grubenverwaltungsgebäude Schweine hält; gelegentlich kann er das Tor schließen und niemanden einlassen, doch man kann am Fluss entlanggehen — einen Zaun gibt es nicht.