Unterirdische mechanische Munitionsfabrik
Beschreibung
Eine unterirdische Munitionsfabrik — ein großer unterirdischer Komplex zur Herstellung von Munition, errichtet in den Bergen Albaniens während der Herrschaft von Enver Hoxha mit Unterstützung chinesischer Fachleute.
Der unterirdische Teil der Anlage besteht aus einem Netz paralleler gewölbter Stollen von etwa 500 Metern Länge und bis zu 10 Metern Höhe, die durch Quertunnel miteinander verbunden sind. Im Inneren befanden sich Montage- und Bestückungslinien für Munition, Sprengstofflager, Verpackungslinien, mechanische Werkstätten, Laboratorien, Verwaltungsräume, Lebenserhaltungssysteme sowie ein eigenes unterirdisches Wärmekraftwerk. Die Gesamtfläche des Komplexes beträgt mehrere Hektar.
Im Jahr 1990 beschäftigte die Anlage rund 3.200 Menschen. Hier wurden Patronen für Handfeuerwaffen in den Kalibern 9×18, 9×19, 7,62×39, 7,62×54R und 12,7×99 mm produziert. Anfang der 1990er Jahre wurde ein Teil der Produktion exportiert, doch bis zur Mitte des Jahrzehnts war die Produktion allmählich eingestellt worden. Später waren einige Mitarbeiter an internationalen Programmen zur Entsorgung veralteter Munition beteiligt.
Das Objekt ist heute faktisch verlassen, das Gelände wird jedoch bewacht. An den Portalen sitzt ein Soldat mit Gewehr im Wachhäuschen, in den Tunneln kam es zu Festnahmen von Touristen, und in der Umgebung der Fabrik patrouilliert die Polizei in der Nacht stündlich.




